Hier sind die wichtigsten Merkmale und Auswirkungen eines diatonischen Griffbretts:
Fehlende Halbtöne:
Auf einem diatonischen Griffbrett fehlen die Halbtöne, die nicht zur jeweiligen Grundtonleiter gehören. Dies führt zu einer eingeschränkten Tonalität, die jedoch den Vorteil hat, dass (fast) alle Töne harmonisch zueinander klingen.
Leichte Erlernbarkeit:
Aufgrund dieser Anordnung gilt das Instrument als sehr einfach zu erlernen und intuitiv begreifbar. Es ist besonders für Anfänger und den Bildungsbereich geeignet, da Fehlgriffe seltener dissonant klingen.
Traditionelle Spielweise:
Ursprünglich waren die Bünde bei Instrumenten wie dem Mountain Dulcimer oft nur unter der Melodiesaite angebracht (manchmal nur als einfache Drahtstifte), so dass nur diese diatonisch gegriffen werden konnte, während die anderen Saiten als Bordunsaiten (Drones) mitschwangen. Dies erzeugt einen Klangcharakter, der an Dudelsäcke oder Drehleiern erinnert.
Moderne Erweiterungen:
Um die musikalische Flexibilität zu erhöhen, ohne die diatonische Grundstruktur völlig aufzugeben, begannen Instrumentenbauer ab den 1950er Jahren, zusätzliche Bünde einzufügen. Besonders verbreitet ist der sogenannte „6½“-Bund (oder 6+), der einen Halbtonschritt unter der Oktave hinzufügt und so das Spielen in weiteren Modi (wie dem ionischen Modus in einer D-A-D-Stimmung) ermöglicht.
Abgrenzung zur Chromatik:
Während das klassische Griffbrett diatonisch bleibt, gibt es heute auch vollständig chromatische Varianten des Dulcimer mit zwölf Bünden pro Oktave, die das Spielen in jeder beliebigen Tonart erlauben.